Seit rund 27 Jahren ist »modulor« in Berlin eine Institution für Modellbauer und Architekten, aber auch für Bastler, Heimwerker und Kreative aller Art. Irgendwo zwischen Baumarkt, Künstler- und Bastelbedarfsladen angesiedelt, bietet das einzigartige Kreativkaufhaus „Material total“. Wir haben den Gründer bei »modulor«getroffen.

Auszug der Reportage: Christof Struhk führt uns in die Abteilung ‚Mo-dellbau‘. Dort bleibt er vor einer riesigen Wand mit unzähligen Fächern aus trans- parentem Plexiglas stehen und nimmt ein Miniatur-Nadelbäumchen in die Hand – eine wenige Zentimeter große Drahtbürste mit Kokosborsten. Es ist eines der ältesten Produkte im Sortiment von modulor und war schon in jenem 30-Quadratmeter-Laden nahe der Technischen Universität zu haben, den Christof Struhk 1988 als Erstling eröffnete.
„Ich kam nach Berlin, um Architektur zu studieren. Für den Modellbau, für Präsentationen und zum Entwerfen brauchte ich Materialien aller Art. Die musste ich mühsam in den verschiedensten Geschäften zusammen suchen. Vieles von dem, was ich brauchte, wurde nur in riesigen Mengen verkauft, die ich nicht brauchte, nicht lagern konnte und nicht bezahlen wollte.“ Aus diesen frustrierenden Erfahrungen entwickelte Christof Struhk gemeinsam mit seinem besten Freund Christian Ebbecke seine Geschäftsidee.
Die beiden Studenten recherchierten und sammelten zunächst alle möglichen für den Architektur-Modellbau interessanten Materialien. Entstanden ist ein buntes Miteinander von lauter Produkten, die eigentlich nichts miteinander zu tun ha- ben. Zu den Urgesteinen des modulor- Sortiments gehören unter anderem Aluminium-Lochbleche – „als Geländer“, PU-Filterschaum – „zur Darstellung von Waldflächen“ und verzinkter Kaninchendraht – „zur Modellierung von Landschaften“. Christof Struhk greift in ein anderes Fach der Verkaufswand und zieht das Modell eines Laubbaumes hervor. „Die Baumkrone ist ein Schwammgummi-Kügelchen, wie es sonst zur Reinigung von Rohren und Leitungen verwendet wird“, erzählt er. Es ist ein typisches Beispiel: Man nehme ein Material, löse es aus seinem ursprünglichen Verwendungs- zusammenhang und mache es damit frei und verfügbar für ganz neue, andere Anwendungen.

Die komplette Reportage liest Du in der selfmade living – ab 19. August im Handel.