Ob ganze Wände oder nur sparsame Akzente. Mit Rollputz verleihst Du Deinen "vier Wänden" ganz schnell einen neuen look.

Ob ganze Wände oder nur sparsame Akzente. Mit Rollputz verleihst Du Deinen „vier Wänden“ ganz schnell einen neuen Look

 

Seit ein paar Jahren ist der Trend klar: weg von der Tapete, hin zur glatten Wand. Natürlich darf es auch etwas mit leichter Struktur sein. Ein eingefärbter, mineralischer Putz zum Beispiel. Als Rollputz ist er ideal für die nächste Renovierung. Warum mineralisch? Weil er die Wand „atmen“ lässt und nicht gegen Feuchtigkeit absperrt wie ein Schwimmbecken. Dadurch wirkt die Wand weiter feuchtigkeitsausgleichend und sorgt für ein angenehmes Raumklima. – Soweit die Bauphysik.

Das eigentlich tolle ist aber, dass man den weißen Grundputz mit Pigmenten selbst und ganz nach eigenem Geschmack einfärben kann. Hierfür bieten die Putzhersteller passende Pigmente in schönen Trendfarben an. Auch bei der Oberflächenstruktur hat man die Wahl. Meist werden Rollputze in Körnungen zwischen 0,5 und 2 Millimetern angeboten. Je kleiner, desto glatter die Wandoberfläche.

Idealer Untergrund ist eine tapezierte Wand auf der die Tapete überall noch bombenfest sitzt. Hat man die nackte Putzwand vor sich, lohnt sich das Tapezieren z.B. mit einer weißen Vliestapete. Warum? Weil man dann den Putz wie eine Tapete entfernen kann, sollte er mal nicht mehr gefallen.

Alte Tapeten sollten mit einem weißen Sperrgrund gestrichen werden. Das schafft den idealen Untergrund, denn die Feuchtigkeit aus dem Putz kann dann gleichmäßig von der Wand aufgenommen werden und die Oberfläche wird nicht scheckig. Außerdem lässt sich der Rollputz dann besser mit Pinsel oder Rolle strukturieren. – Wenn man das möchte.

Wie einfach das geht, seht Ihr in den folgenden Arbeitsschritten am Beispiel von Easy Putz (Knauf).

 

 

Es muss micht immer Tapete sein …

Egal, ob Du eine rohen Putz, eine Gipskartonwand oder eine fiese Tapete vor Dir hast, als erstes wird die Wand mit einem Sperrgrund gestrichen. Der reguliert die Feuchtigkeitsaufnahme der Wand und, wenn er gut ist, sperrt er auch gegen durchschlagende Nikotin- oder Feuchtigkeitsflecken ab, bleibt aber „dampfdiffusionsoffen“ – lässt also Feuchtigkeit aus Raumluft oder Wand durch.

 

 

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Den weißen Rollputz färbst Du mit Farbpigmenten (hier „Compact Colour“, Knauf) ganz nach Deinem Geschmack, in angesagten Farben und unterschiedlichen Farbtönen selbst ein.

 

 

Mit einer ganz normalen Malerrolle (Lammfell) wird der eingefärbte Rollputz auf die Wand gebracht.

Mit einer Malerrolle – am besten die, die der Hersteller empfiehlt – rollst Du den eingefärbten Dekorputz so einfach wie jede Wandfarbe auf die Wand. Achte dabei auf eine gleichmäßig dicke „Putzschicht“.

 

 

Finishpinsel

Wenn Du willst, kannst Du zum Schluss mit Pinsel oder Rolle Deiner neuen Wandbeschichtung noch etwas Lebendigkeit einhauchen. Zum Beispiel indem Du die Pinselborsten mit etwas Schwung abwechseln nach links und rechts in den feuchten Putz streichst. Probier das aber an einer Testfläche erstmal aus. Dafür bieten viele Hersteller zwar auch spezielle Strukturpinsel und -rollen an, aber das funktioniert auch mit jedem normalen Pinsel. Bei den Rollen solltest Du aber den Empfehlungen vom Hersteller folgen, denn hier gibt es zu viele unterschiedliche Beschichtungen und nicht alle sind geeignet.